"Intensiv zuzuhören und das, was ein Klient vermittelt genau wiederzuspiegeln, ist tatsächlich eine extrem aktive und wirkungsvolle Methode, um alle paar Augenblicke einen tiefen und unbehinderten Kontakt herzustellen. Es ist eine Möglichkeit den Klienten einen grossen Teil seiner Zeit auf dem Fahrersitz zu halten. Wenn man jemandem das Autofahren beibringen will, darf man nicht selber fahren. Gelegentlich muss man vielleicht ins Lenkrad greifen und dem Fahrschüler etwas zeigen, doch wenn man das überwiegend macht, wird er nicht Auto fahren lernen“
Eugene T. Gendlin

Philosophie und Haltung
Meine Art zu arbeiten steht auf dem Boden einer humanistischen Grundhaltung. Alle Menschen sind gleichwertig. Im Sinne von: Nicht Du bist krank, ich bin gesund; wohl eher: Du hast schlechte Bedingungen erlebt und benötigst hilfreiche Unterstützung, genau so wie ich in anderen Situationen.

Jeder Mensch hat Entwicklungspotenzial. Akzeptanz, Echtheit und Kontakt zu den zentralen Gefühlen und Emotionen sind wesentliche Entwicklungsziele. Auch vom Therapeuten ist Authentizität gefordert, Wohlwollen und Know-How. Er ist offen für direkte Auseinandersetzung, nimmt auch Kritik des Klienten ernst. Beziehungen stehen im Leben und in der Therapie im Mittelpunkt, echter Dialog ist Quelle von Kraft und Kreativität.

Das Menschenbild, das mich in meiner Arbeit leitet, geht von einer sozialen, konstruktiven und vertrauenswürdigen Natur des Menschen aus. Der Mensch sucht grundlegend nach Zuwendung, Anerkennung und Verbindung. Unter ungünstigen Bedingungen sucht der Mensch allerdings danach sich zu schützen und zu erhalten. Der Versuch zu überleben, seine Haut zu retten führt manchmal zu Destruktion und Gewalt gegen sich und andere und in einen Teufelskreis, zu Blockaden und Stagnation. Die psychischen Symptome werden positiv als – wenn auch ungenügender – Lösungsversuch gewürdigt. In der ganz persönlichen „Symptombildung“ bzw. Ausdrucksweise der psychischen Not ist in aller Regel auch eine Stärke, oder eine Ressource enthalten, Ausdruck des Versuchs der Selbstbehauptung, des Selbstschutzes, gleichzeitig von Not und Verzweiflung. In dieser Situation braucht der Mensch Hilfe.

Um wieder in den Modus der Selbstentfaltung, der Weiterentwicklung und Vorwärtsbewegung zu kommen, braucht es vorab zwei Formen der Unterstützung:

Pacing: Raum geben, zuhören, klären in einer Atmosphäre von Vertrauen, Empathie und Wertschätzung,

Leading: mit aktiver Unterstützung des Therapeuten eine Klippe bewältigen, den Mut finden für emotionale Verarbeitung und das Anpacken von Herausforderungen im Leben, von klärenden Gesprächen in Beziehungen, Informationen geben, Orientierung.

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Lic.phil. Tobias Steiger - Eidg. anerkannter Psychotherapeut - Jugendliche, Kinder, Erwachsene – Paartherapie