Lic.phil. Tobias Steiger - Eidg. anerkannter Psychotherapeut - Jugendliche, Kinder, Erwachsene – Paartherapie
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> Emotionsfokussierte Therapie (EFT)
> Focusing P
> Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT-P)
> Psychotherapie und Coaching mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
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Systemische Methoden und Techniken
In der Praxis mit Systemen, meist Paaren und Familien, werden systemische mit personzentrierten und emotionsfokussierten Methoden sowie Erkenntnissen aus der Bindungstheorie kombiniert. Konkret werden – manchmal auch in Einzeltherapien – wenn möglich und sinnvoll wichtige Bezugspersonen aus der Familie und dem erweiterten Umfeld in die Therapie einbezogen. Ich arbeite dann mit verschiedenen Settings. Wenn die Beziehungen bzw. die Interaktionen und Dialoge neu gestaltet werden können, entfalten und potenzieren sich konstruktive Entwicklungen und Veränderungen oft ziemlich plötzlich und unerwartet. Manchmal werden aber auch in kontinuierlicher Arbeit neue Sichtweisen oder eine andere Perspektive auf ein Problem erarbeitet oder destruktive emotionale Zyklen  nach und nach mit positiveren überlagert.

Grundannahme systemischen Denkens ist, dass der einzelne Mensch, und erst recht Paare und Familien komplexe Systeme sind, die nicht linear und simpel beeinflussbar sind. Sie können aber zu konstruktiver Entwicklung angeregt werden. Was ein Klient, ein Paar oder eine Familie mit einer therapeutischen Intervention macht, entscheiden die Klienten letztlich. Menschliche Systeme sind in hohem Mass selbstorganisiert, und am besten mit Kooperation, Dialog, Wertschätzung, Akzeptanz, Empathie und Authentizität, der Arbeit mit den Emotionen und Gefühlen sowie an der Interaktions- und Beziehungsdynamik konstruktiv beeinflussbar.

Der Mensch entwickelt sich mit grösserer Wahrscheinlichkeit konstruktiv, wenn er von wichtigen hilfreichen Bezugspersonen in einer authentischen Art empathisch verstanden und ohne Bedingungen wertgeschätzt wird. In der Therapie geht es unter anderem darum, in gemeinsamem, kreativem, konstruktivem Dialog („dialektischer Konstruktivismus“) das eigene Selbstgefühl, die eigene Identität weiterzuentwickeln, neue Perspektiven und Einsichten zu entwickeln durch neue Erkenntnisse und Sichtweisen, die die eigene Lebensgeschichte in anderem Licht erscheinen lassen und auch versöhnliche Gefühle und Emotionen ermöglichen.

Menschen können sich nur selber ändern, sie sind aber auf die Unterstützung hilfreicher anderer angewiesen. Umgekehrt können sie mit eigener Veränderung den anderen indirekt positiv beeinflussen.

Ergebnis solcher systemisch-emotionaler Prozesse sind grössere Kreativität, Lebendigkeit, Fähigkeit zu inneren Dialogen, emotionale Reife.

Familensysteme können sich durch konstruktive Anregung oft sehr schnell und positiv entwickeln. Dies entspricht den Annahmen der Selbstorganisation von Systemen nach Humberto Maturana und der Selbstaktualisierungstendenz in Carl Rogers`Theorie der Entwicklung der Persönlichkeint.



„Es ist wichtig, dass wir auch unsere Eltern verstehen, und was die durchgemacht haben. Auch unsere Eltern waren bestimmten Eltern ausgesetzt, und die Dinge übertragen sich von Generation zu Generation. Unsere Aufgabe ist, alte Muster zu durchbrechen“
Yalom